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Montag, 14. November 2016

Drei Preisträger des Otto Heinemann Preises 2016: Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist Investition in die Zukunft


Im Rahmen der 3. Berliner Pflegekonferenz wurden am vergangenen Dienstag (08.11.2016) die Gewinner des Otto Heinemann Preises bekannt gegeben: das Amtsgericht Offenbach, der mittelständische Zulieferer EJOT und die Berliner Stadtreinigungsbetriebe BSR. So unterschiedlich diese Arbeitgeber erscheinen, es eint sie die herausragende Weise, in der sie sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege einsetzen. Das Engagement wird alljährlich vom GKV-Servicedienstleister spectrumK in Kooperation mit den Spitzenverbänden der Betriebskrankenkassen und der Innungskrankenkassen mit dem Otto Heinemann Preis geehrt. Eine zehnköpfige Jury, darunter unser Geschäftsführer Oliver Schmitz, wählte die Preisträger aus. Der Preis steht unter der Schirmherrschaft von Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie.

Jurymitglied Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundeswirtschaftsminister, unterstrich in ihrer Laudatio die große Herausforderung, die Pflegeaufgaben für Erwerbstätige darstellen: „Kluge und vorausschauende Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bauen deshalb vor. Sie wissen: Eine pflege- und familienbewusste Personalpolitik tut nicht nur dem Betriebsklima und dem Image gut, sie hilft auch dabei, als Unternehmen für Fachkräfte attraktiv zu bleiben."[1]

Die Preisträger


Pflegebewusste Personalpolitik im Visier: Die Gewinner des Otto Heinemann Preises mit Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie (1. von rechts)
(©spectrumK)


Die EJOT HOLDING GmbH & Co. KG, Mittelständler aus Bad Berleburg, versteht das Engagement für die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege als Investition in die Zukunft. Im Rahmen des audit berufundfamilie, nach dem EJOT seit 2011 zertifiziert ist, konnte die pflegebewusste Personalpolitik wesentlich weiterentwickelt werden. Zu dem Angebot für Beschäftigte zählen Pflegeleitfäden, Vortragsveranstaltungen und Vermittlungsleistungen.

Auch die Berliner Stadtreinigungsbetriebe AöR (BSR) gestaltet ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik mit dem audit berufundfamilie – und das seit 2008. Etwa 5.300 Beschäftigte können derzeit pflegebewusste Maßnahmen wie flexible Arbeitszeiten, Pflegezirkel und Fortbildungsangebote nutzen. „Bei uns soll die Unternehmenskultur so offen sein, dass man ohne schlechtes Gewissen oder eine Ausrede brauchen zu müssen, über die Herausforderungen von Pflegesituationen sprechen kann“, so die offene Haltung der BSR.[2]

Das Amtsgericht Offenbach setzt auf Netzwerke und Kooperationen. Zudem stehen den Beschäftigten kostenlose Kursangebote während der Arbeitszeit in den „Amtsstuben“ der Behörde offen. Die Berufsgruppe der Rechtspfleger haben die Möglichkeit, die Arbeitszeit frei – ohne Zeiterfassung – zu gestalten.



1, 2 Pressemitteilung „Otto Heinemann Preis im Rahmen der 3. Berliner Pflegekonferenz vergeben: Staatssekretärin Iris Gleicke lobt „kluge und vorausschauende Arbeitgeber“, 09.11.2016, http://www.gesundheit-adhoc.de/otto-heinemann-preis-im-rahmen-der-3-berliner-pflegekonferenz-vergeben-staatssekretaerin-iris-2.html