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Donnerstag, 13. April 2017

CSR Job Award: Wunscharbeitgeber 2017 gesucht


CSR Jobs Award 2017: Wunscharbeitgeber gesucht
(©CSR Jobs GmbH)


In diesem Jahr prämiert das Employer Branding Beratungsunternehmen CSR jobs & companies zum vierten Mal Arbeitgeber „mit Verantwortung“. Gesucht werden Beispiele aus der Unternehmens- und Management-Praxis, an denen die besondere Verantwortung der Arbeitgeber bei den Bewerberinnen und Bewerbern als „Wunscharbeitgeber“ deutlich wird. Die zehn überzeugendsten Arbeitgeber werden ausgezeichnet. 

Unter www.csr-jobs.de können sich Unternehmen, Behörden und Institutionen mit Sitz in Deutschland bis zum 30. Juni 2017 bewerben.

 

Familienkultur von hoher Relevanz


Wie stellen sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heute ihren Wunscharbeitgeber vor? Aktuelle Studien zeigen, familienbewusste Arbeitsbedingungen stehen bei der Wahl des Arbeitgebers ganz weit oben. „Ein hohes Gehalt alleine zieht nicht mehr.“ weiß Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH und Jury-Mitglied des CSR Job Awards. „Unsere fast zwanzigjährige Erfahrung zeigt: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer möchten heute mehr denn je in einem Umfeld arbeiten, in dem sie Beruf, Familie und Privatleben unter einen Hut bringen können. Bietet ein Unternehmen das nicht, ist es weniger attraktiv für Bewerberinnen und Bewerber.“ so Oliver Schmitz.


Deshalb ist die „Familienkultur“ eine sehr wichtige Kategorie unter den insgesamt zehn Kategorien des Awards. Oliver Schmitz auf die Frage, was eine Familienkultur kennzeichnet: „Plakative oder punktuelle Angebote reichen nicht aus, um ein familienbewusster und somit attraktiver Arbeitgeber zu sein. Hingegen zeichnet sich eine familienbewusste Unternehmenskultur durch Angebote aus, die zu den Bedürfnissen der Mitarbeiter und den Rahmenbedingungen des Standortes und der jeweiligen Branche passen. Nur so können die Angebote langfristig aufrechterhalten werden und sich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Unternehmen verankern.“

 

Die Kategorien des Awards im Überblick


Insgesamt wählt die Jury die Arbeitgeber aus zehn Kategorien aus. Neu in diesem Jahr sind die Kategorien „Unsere Vielfalt“, „Unsere Qualifizierung“ und „Unser Inklusionsprogramm“: 


  • Unsere Werte – Werte und Leitbild des Unternehmens
  • Unsere Vielfalt – Förderung der Vielfalt im Unternehmen
  • Unsere Qualifizierung - Programme und Methoden, zur Förderung der Potenziale von Mitarbeitern
  • Unser Inklusionsprogramm – Maßnahmen für Inklusionsprogramme
  • Unsere Familienkultur – gelebte Modelle zur Unterstützung von Mitarbeitern mit familiären Aufgaben
  • Unsere Flüchtlingshilfe – Programme zur Integration von Flüchtlingen
  • Unser soziales und gesellschaftliches Engagement – Aktivitäten des Unternehmen im Bereich gesellschaftliches Engagement
  • Unser Personalmanagement – Ausbildungs- oder Personalentwicklungsmodelle, Arbeitsbedingungen im Allgemeinen
  • Unser Nachwuchs - besondere Ausbildungsprogramme oder Förderung von Young Professionals
  • Unsere neue Arbeitswelt - Beispiele verantwortungsvoller Umsetzung der Digitalisierung


Die Teilnahme am Award ist kostenfrei. Weitere Informationen und Bewerbungsformular sind abrufbar unter http://www.csr-jobs.de/csr-jobs-award-2017/.

Medienpartner sind UNICUM, creditreform und handelsjournal.

Freitag, 27. Mai 2016

Vereinbarkeit vereinbaren: Kooperative Lösungswege nutzen


Wie heißt es so schön?: Gemeinsam sind wir stark. Das lässt sich auch in Sachen „Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben“ bewahrheiten. Arbeitgeber, die sich mit Anderen zusammentun, erschließen sich die Chance, ihre Angebotspalette an familien- und lebensphasenbewussten Lösungen zu erweitern. Dabei geht es nicht nur darum, gemeinsam kreative Ideen zu entwickeln, sondern auch Expertisen gegenseitig zu nutzen und ggf. finanzielle und personelle Ressourcen zu bündeln.

Die Anderen, das können Unternehmen aus der Region, Kommunen oder auch Anbieter von speziellen Services sein.

Zusammen arbeiten: Vielfalt der Kooperationsmöglichkeiten

Beispiele für kooperative Lösungswege lassen sich unter den Arbeitgebern finden, die das audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule durchlaufen haben. Besonders im Handlungsfeld „Service für Familien“ ist die Bandbreite groß. Bewährt haben sich etwa überbetriebliche Kinderbetreuungsangebote. Hier schließen sich z. B. mehrere Unternehmen aus einer Region zusammen, um einen gemeinsamen Kindergarten zu betreiben. Aufgrund der Anbindung zu den Arbeitgebern können die Öffnungszeiten frei bestimmt werden, also auch über die üblichen Zeiten von kommunalen Trägern hinausgehen.

Zudem lässt sich die Kinderferienbetreuung gemeinschaftlich stemmen. Mit anderen Unternehmen oder Kommunen können Ferienprogramme entwickelt und umgesetzt werden, z. B. mit dem Angebot kostengünstiger Ausflüge.

Aber nicht nur Lösungen für Eltern sind im Rahmen von Kooperationen realisierbar. Auch hinsichtlich der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sind Netzwerke nützlich. Einige Arbeitgeber haben z. B. den Zugang zu Kurzzeitpflegeplätzen mit lokalen Pflegeeinrichtungen ausgehandelt.

Was tun, wenn der Vater kurzzeitig eine Tagesbetreuung benötigt? Kooperationen von Arbeitgebern mit Pflegeeinrichtungen ermöglichen eine schnelle Lösung. (© berufundfamilie gGmbH)
In den Handlungsfeldern „Information und Kommunikation“ sind ebenfalls einige Arbeitgeber gemeinschaftlich aktiv. Sie führen z. B. gemeinsam Informationsveranstaltungen zur pflegesensiblen Personalpolitik oder zu Themen wie „Vereinbarkeit für Männer“ durch. Auch wechselseitige Impulsvorträge zu Einzelaspekten sind gängig.

Und auch im Handlungsfeld „Führung“ können sich Arbeitgeber mit anderen kurzschließen. Im Folgenden das Beispiel der Aareon AG Mainz.

Voneinander lernen: Das Beispiel Cross-Mentoring-Programm

Seit gut einem Jahr ist Mentoring ein aktiver Baustein der Personalentwicklung und Teil der Unternehmenskultur bei der Aareon AG in Mainz. Einen ganz neuen Weg geht das seit 2008 nach dem audit berufundfamilie zertifizierte Beratungs- und Systemhaus für die Immobilienwirtschaft mit dem Cross-Mentoring-Programm. Im April 2015 wurde gemeinsam mit der Aareal Bank und SOKA-BAU in Wiesbaden der Pilot gestartet, der bis jetzt zehn Mentoring-Partnerschaften hervorgebracht hat. Für das Cross-Mentoring werden aus den verschiedenen Unternehmen Mentor und Mentee gematcht. Ziel des Mentoring ist ein konstruktiver Wissensaustausch, bei dem der Mentee
  • eigene Kompetenzen erkennen und weiterentwickeln lernt,
  • Strategien für die eigene berufliche Karriereentwicklung erarbeitet (u. a. im Hinblick auf Vereinbarkeitsaspekte),
  • Führungsthemen bespricht
  • und das Selbstbewusstsein und die Selbstreflexion stärkt.
Die Vorteile für die teilnehmenden Arbeitgeber: Cross-Mentoring bietet eine sehr kostengünstige Möglichkeit, Beschäftigte und Führungskräfte konsequent weiterzubilden. Der Blick von außen bietet eine gegenseitige Supervision und ein interessensfreies Feedback. Konkrete Ergebnisse sind bereits sichtbar, denn die ersten Teilnehmer des Cross-Mentorings haben sich neuen beruflichen Herausforderungen in ihrem Unternehmen gestellt. Aareon (www.aareon.de) und ihre Partner möchten das Programm nun auch für weitere Arbeitgeber öffnen.