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Dienstag, 17. Januar 2017

Die große Pflegereform 2016/2017: Die 10 wichtigsten Neuerungen

Gastbeitrag von Christian Hener, Careship

Mit den Pflegestärkungsgesetzen hat die Bundesregierung die größte Pflegereform seit der
Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 verabschiedet. Das Ziel des Vorhabens ist die
Verbesserung der pflegerischen Versorgung für die Bevölkerung. Seit dem 01.01.2017 sind
einige grundlegende Neuerungen in Kraft getreten. Um einen ersten Überblick zu den anstehenden
Veränderungen erhalten zu können, hat Ihnen Careship die 10 wichtigsten Punkte zusammengestellt.

© Care Companion GmbH
  1. Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff: Verbesserter Leistungszugang für Menschen mit Demenz
    Es wurde ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt, der insbesondere Personen mit kognitiven Gesundheitseinschränkungen (z.B. Menschen mit Demenz) besser berücksichtigen soll. Hierdurch wird beabsichtigt einen gerechteren Leistungszugang zu schaffen.
     
  2. Neues Begutachtungsverfahren: Umfassendere Beurteilung von Pflegebedürftigkeit
    Damit ist ebenfalls die Einführung des Neuen Begutachtungsassessments (NBA) verbunden, mit dem die Anspruchsvoraussetzungen für die Leistungen der Pflegeversicherung auf eine neue pflegefachliche Grundlage gestellt werden sollen.
     
  3. 5 Pflegegrade statt 3 Pflegestufen
    Hierdurch verändert sich die Systematik zur Beurteilung des Schweregrades der Pflegebedürftigkeit. Die bisherigen Pflegestufen („0“, 1, 2, 3 und „3+“) werden in Pflegegrade (1, 2, 3, 4, 5) überführt, wobei ein echter Leistungsanspruch (Pflegesachleistung, Pflegegeld, Verhinderungspflege, Tagespflege, Kurzzeitpflege, stationäre Pflege) erst ab dem Pflegegrad 2 besteht.
     
  4. Ambulant: Die Leistungsbeträge bleiben annähernd gleich
    Diese Neuerungen wirken sich ebenfalls auf den Umfang des Leistungsanspruches aus, wobei die jeweiligen Beträge der Pflegesachleistung und des Pflegegeldes größtenteils der Summe der jeweiligen Pflegestufe in Kombination mit erheblichen Einschränkungen in der Alltagskompetenz entsprechen.
     
  5. Stationär: Ein einheitlicher Eigenanteil für alle Pflegegrade
    Anders stellt sich dies jedoch für die stationäre Pflege dar, denn hier wurden die Leistungsbeträge komplett neu gestaffelt. Darüber hinaus gibt es zukünftig einen einheitlichen Eigenanteil, der für alle Pflegegrade gleichermaßen gilt. Damit entfällt der bisherige Anstieg des Eigenanteils mit zunehmender Pflegebedürftigkeit, wodurch der Angst vor einer Höherstufung entgegengewirkt werden soll.
     
  6. Bereits begutachtete Personen haben einen Bestandschutz
    Die Reform wird von umfangreichen Übergangsregelungen begleitet. Hilfe- und pflegebedürftige Menschen, die bereits Leistungen der Pflegeversicherung beziehen und eine Pflegestufe zugewiesen bekommen haben, wurden automatisch in einen Pflegegrad überführt. Menschen mit einer Pflegestufe wurden in den nächst höheren Pflegegrad übergeleitet (z.B. von Pflegestufe 1 zu Pflegegrad 2). Personen, die erhebliche Einschränkungen in der Alltagskompetenz aufweisen (z.B. Menschen mit Demenz), vollziehen einen sogenannten Doppelsprung (z.B. von „Pflegestufe 0“ zu Pflegegrad 2). Hinsichtlich des Leistungsumfangs gilt jedoch der Grundsatz, dass niemand schlechter gestellt werden darf als es bisher der Fall ist.
     
  7. Für neu zu begutachtende Personen greift das neue Verfahren seit 01.01.2017
    Hilfe- und pflegebedürftige Menschen, die bisher noch keine Leistungen der
    Pflegeversicherung bezogen haben und denen weiterhin keine Pflegestufe zugewiesen wurde,
    werden seit 01.01.2017 - bei einem Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung - nach dem neuen Verfahren begutachtet.
     
  8. Betreuung wird fester Bestandteil der Pflegeversicherung
    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Aufnahme der Betreuung als festen Bestandteil innerhalb der Leistungen der Pflegeversicherung. Bisher waren hierunter ausschließlich die Grundpflege und die Hauswirtschaft aufgeführt. Letztere erfahren darüber hinaus eine redaktionelle
    Umbenennung in körperbezogene Pflegemaßnahmen und Hilfen bei der Haushaltsführung.
     
  9. Rechtsanspruch auf Pflegeberatung und Pflegeschulung
    Darüber hinaus wurden die Pflegeberatung und die Pflegeschulungen ausgebaut. Sie müssen nun verpflichtend von den Pflegekassen sichergestellt werden, und auf Wunsch der betroffenen
    Personen auch in der Häuslichkeit vor Ort durchgeführt werden. Auf diese Leistungen haben bereits Personen mit einem Pflegegrad 1 einen Anspruch.
     
  10. Stärkung von Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige
    Es wurden außerdem die Regelungen der Entlastungsangebote für pflegende Angehörige besser gefasst, insbesondere im Zusammenhang mit den nach Landesrecht zugelassenen niedrigschwelligen Angeboten. Diese unterliegen jedoch landesrechtlichen Regelungen, weshalb die strukturelle Ausgestaltung von Bundesland zu Bundesland variiert.

Über Careship
Careship bietet maßgeschneiderte Dienstleistungen an, von Betreuungs- und Begleitdiensten bis hin
zu haushaltsnahen Dienstleistungen. Damit möchte das Unternehmen Menschen mit
körperlichen oder kognitiven Gesundheitseinschränkungen ein reichhaltiges,
selbstbestimmtes und sozial eingebundenes Leben ermöglichen, während Angehörige
Entlastung erfahren, um neue Kraft zu schöpfen. Careships erklärtes Ziel ist es die Lebensqualität
und das Wohlbefinden von Menschen mit einem Hilfe- und Pflegebedarf zu steigern, und die
Teilhabe am Sozialleben zu verbessern. Lebensfreude, Qualität und Individualität stehen dabei an
höchster Stelle.

Careships Homepage klärt ausführlich über die wichtigsten Änderungen auf und berichtet in
einem wöchentlichen Blog über die wichtigsten Geschehnisse in Sachen Pflege und Betreuung.
Zudem informieren die Mitarbeiter von Careship Sie gerne persönlich und kostenfrei über Ihre
individuellen Ansprüche.

Rufen Sie kostenfrei aus ganz Deutschland an unter:
0800 220 128 02
Weitere Information finden Sie unter:
www.careship.de

© 2016 • Care Companion GmbH

Freitag, 26. August 2016

Mitmachen und mitgestalten: Wettbewerbe und Initiative zu Frauen, Digitalisierung und Pflege


Frauen, Digitalisierung und Pflege – Zielgruppe und Aspekte, die aus der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben nicht mehr wegzudenken sind. Wir verweisen heute (erneut) auf jeweils einen dazu passenden Wettbewerb bzw. eine Initiative.

 

Women’s Empowerment Principles: Frauen stark machen

Quelle: http://www.weprinciples.org/
Frauen in der Wirtschaft stärken – das ist das Ziel der Women’s Empowerment Principles (WEPs). Die gemeinsame Initiative von UN Women und UN Global Compact hat zum Ziel, Unternehmen in die Verantwortung für die Gleichstellung von Frauen zu nehmen.

Die erste weltweite Initiative zu dieser Thematik ruft Arbeitgeber dazu auf, mit der Unterzeichnung der Principles die berufliche Position von Frauen – vom einzelnen Arbeitsplatz bis zur Führungsebene – aktiv zu stärken. Unterzeichner erhalten als sichtbares Zeichen ihres Engagements das „We Support“-Logo. Sie verpflichten sich damit, die insgesamt sieben Grundsätze in angepasster Form in die Unternehmenspraxis zu integrieren. Weltweit haben bereits 1.200 Unternehmen die WEPs unterzeichnet. Die Unterzeichnung erfolgt direkt online: http://www.weprinciples.org/Site/HowToSign/

Weitere Informationen unter: www.weprinciples.org und www.unwomen.de

 

Hurry up!: Deutscher Personalwirtschaftspreis Gesundheit

Quelle: https://www.personalwirtschaft.de
Der erstmalig gemeinsam von der Zeitschrift Personalwirtschaft und der Techniker Krankenkasse (TK) ausgeschriebene „Deutsche Personalwirtschaftspreis Gesundheit“ nimmt die Megatrends Digitalisierung und Gesundheit ins Visier. Noch bis zum 31. August 2016 können Unternehmen ihre Best Practice-Erfahrungen für gesundes Arbeiten in der digitalisierten Welt einreichen. Das diesjährige Schwerpunktthema des Wettbewerbs lautet: Employability (Beschäftigungsfähigkeit) bis zur Rente.

Die Verleihung des 1. Deutschen Personalwirtschaftspreises Gesundheit findet am 19. Oktober im Rahmen der Messe Zukunft Personal in Köln statt.

Weitere Informationen unter: https://www.personalwirtschaft.de/der-job-hr/personalwirtschaftspreis/personalwirtschaftspreis-gesundheit.html

 

Reminder: Otto Heinemann Preis zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Quelle: http://berliner-pflegekonferenz.de/preisverleihung/otto-heinemann-preis/
Für den Otto Heinemann Preis werden noch Vorbilder für eine pflegebewusste Arbeitswelt gesucht. Vergeben wird der Preis in drei Kategorien, die sich an kleinen und mittelständischen Arbeitgebern ausrichten. Noch bis zum 15. September 2016 wird jeweils das Unternehmen gesucht, das „in herausragender Weise für seine Beschäftigten optimale Bedingungen zur Vereinbarkeit von Pflege und Arbeit schafft, mit Ideenreichtum und unternehmerischer Weitsicht auf das Wohl seiner Angestellten zielt – wohlwissend, dass seelische und körperliche Ausgeglichenheit wesentlich die Arbeitseffektivität und somit der Unternehmensstabilität dienen.“

Ausgeschrieben wird der Otto Heinemann Preis von den Spitzenverbänden der BKKs und IKKs sowie der spectrumK GmbH. Eine zehnköpfige Jury, u. a. mit Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, ermittelt die Sieger. Die Preis diese am 8. November 2016 im Rahmen der 3. Berliner Pflegekonferenz.

Weitere Informationen unter: www.otto-heinemann-preis.de

Sonntag, 6. März 2016

Netzwerktreffen Coburg

Netzwerktreffen

"Beruf und Pflege eine Dauerbaustelle? Nicht mit uns!“ zu Gast beim Netzwerk Coburg 

Coburg, den 03. März 2016

Oliver Schmitz bei der Begrüßung

Zwischen Beruf UND Pflege muss kein ODER! Präsentation des Aktions- und Maßnahmenpakets für das Jahr 2016 in Stadt und Landkreis Coburg. 

Es gibt derzeit 2,5 Mio Pflegebedürftige, von denen über 70 % im häuslichen Umfeld gepflegt werden. Die Pflegenden sind zumeisst auch berufstätig und müssen ihre Pflegeaufgabe mit ihren beruflichen Herausforderungen vereinbaren. Bis 2030 rechnet man mit 3,4 Mio. Pflegebedürftigen. Diese Zahlen belegen welchen Stellenwert das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege eigentlich in unserer Gesellschaft haben sollte. Das Thema hat aber häufig in der Öffentlichkeit noch nicht die nötige Beachtung. Um so beeindruckender und wichtiger ist, was das Netzwerk der nach dem audit berufundfamilie auditierten Arbeitgeber in der Stadt und im Landkreis Coburg auf die Beine gestellt hat!
 
Auf dem Netzwerktreffen wurden die Aktivitäten des Netzwerks vorgestellt. Der Tag begann mit einem Pressegespräch. An dem Pressegespräch präsentierten sich Führungskräfte aus den vernetzten Institutionen und berichteteten von ihren Beweggründen, warum sie als Führungskraft die Vernetzung unterstützt haben und wieso sie sich als Arbeitgeber besonders für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege einsetzen.

An dem Pressegespräch nahmen teil:
  • Herr Michael Busch, Landrat des Landratsamts Coburg
  • Herr Michael Daniel, Leiter Personal Brose Gruppe der Brose Fahrzeugteile GmbH
  • Herr Dr. Martin Faber, Mitglied des Vorstands der Sparkasse Coburg-Lichtenfels
  • Herr Christian Grebner, Direktor der AOK Bayern-Direktion Coburg
  • Herr Harald Grosch, Geschäftsführer der HABA-Firmenfamilie
  • Frau Prof. Dr. Jutta Michel, Vizepräsidentin der Hochschule Coburg
  • Frau Sarah Rössler, Mitglied des Vorstands der HUK-COBURG 
  • Herr Norbert Tessmer, Oberbürgermeister der Stadt Coburg
  • Herr Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH (Moderation) 
Ein aktueller Presseartikel ist unter dem folgenden Link zu finden:

http://www.infranken.de/regional/coburg/Beruf-und-Pflege-vereinbaren-das-soll-in-Coburg-funktionieren;art214,1674839

Im anschließenden gut besuchten Netzwerktreffen präsentierten die Themenverantwortlichen wie es zur Bildung des Netzwerkes gekommen ist und welche Aktivitäten bereits durchgeführt wurden und noch geplant sind.

Im Podiumsgespräch die Themenverantwortlichen (von links): Frau Witoschek (Brose Gruppe), Frau Werner (HUK-Coburg), Frau Müller (Stadt Coburg), Frau Weinmann  (berufundfamilie / Modeation), Frau Haas (Sparkasse Coburg-Lichtenfels), Frau Bächer-Sürgers (Landratsamt Coburg)

Innovative Informationsmaterialien

Besonders beeindruckend war der Ideenreichtum der Akteurinnen, um über das Thema zu berichten und um Aufklärungsarbeit zu betreiben. Man beließ es nicht bei den üblichen Flyern und Power Point Präsentationen, stattdessen wurden z. B. eine aufwendige Bodenzeitung gestaltet und Würfel die im Rahmen einer Wanderausstellung von den Beteiligten Partnern genutzt werden können.

Die Bodenzeitung präsentiert sehr ansprechend die aus dem audit berufundfamilie bekannten Handlungsfelder in Bezug auf das Thema Pflege in Form eines Kreuzworträtsels. So bleibt Information beim Empfänger haften!

Bodenzeitung als Kreuzworträtsel

Am Nachmittag gab es einen Infomarkt. An acht Stationen stellten die beteiligten Netzwerkpartner jeweils Schwerpunktthemen aus ihrer Zusammenarbeit vor. Hier ging es z. B. um Gesundheitsmanagement, Umgang mit alternden Belegschaften, Führen in Teilzeit, Kommunikation und weiteren ganz praktischen Themen. Es entstand ein sehr intensiver Austausch mit den TeilnehmerInnen.
Intensiver Austausch der TeilnehmerInnen
 

Netzwerktreffen Coburg

Netzwerktreffen

"Beruf und Pflege eine Dauerbaustelle? Nicht mit uns!“ zu Gast beim Netzwerk Coburg 

Coburg, den 03. März 2016

Oliver Schmitz bei der Begrüßung

Zwischen Beruf UND Pflege muss kein ODER! Präsentation des Aktions- und Maßnahmenpakets für das Jahr 2016 in Stadt und Landkreis Coburg. 

Es gibt derzeit 2,5 Mio Pflegebedürftige, von denen über 70 % im häuslichen Umfeld gepflegt werden. Die Pflegenden sind zumeisst auch berufstätig und müssen ihre Pflegeaufgabe mit ihren beruflichen Herausforderungen vereinbaren. Bis 2030 rechnet man mit 3,4 Mio. Pflegebedürftigen. Diese Zahlen belegen welchen Stellenwert das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege eigentlich in unserer Gesellschaft haben sollte. Das Thema hat aber häufig in der Öffentlichkeit noch nicht die nötige Beachtung. Um so beeindruckender und wichtiger ist, was das Netzwerk der nach dem audit berufundfamilie auditierten Arbeitgeber in der Stadt und im Landkreis Coburg auf die Beine gestellt hat!
 
Auf dem Netzwerktreffen wurden die Aktivitäten des Netzwerks vorgestellt. Der Tag begann mit einem Pressegespräch. An dem Pressegespräch präsentierten sich Führungskräfte aus den vernetzten Institutionen und berichteteten von ihren Beweggründen, warum sie als Führungskraft die Vernetzung unterstützt haben und wieso sie sich als Arbeitgeber besonders für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege einsetzen.