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Mittwoch, 14. Juni 2017

Teilzeit, da geht noch was… – Vorbilder gesucht!

Beitrag
Sabine Weigel, Auditorin der berufundfamilie Service GmbH

Teilzeitbeschäftigung hat in den vergangenen Jahren weiter zugenommen. Insbesondere Frauen sind in Teilzeit tätig. Neben der Betreuung und Erziehung der Kinder rücken zunehmend Pflegeaufgaben in den Fokus. Mit dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) wurden 2001 vom Gesetzgeber einheitliche Regelungen zur Förderung der Teilzeit verabschiedet. Diese sind durch zahlreiche weiterführende tarifliche Regelungen, wie z.B. durch den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes (TvÖD) ergänzt worden.

Immer noch Frauensache


Statistisches Bundesamt, 2016, Erwerbstätige,
Beschäftigungsumfang nach Geschlecht. Berechnung
in % zu Vollzeit jeweils nach Geschlecht
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Teilzeit ist, laut Erhebungsverfahren des Statistischen Bundesamtes[1], bei den erwerbstätigen Frauen seit dem Jahr 2000 von 38,2 % auf 48,0 % gestiegen. Auch bei den Männern war – zwar auf einem deutlich niedrigerem Niveau – im gleichen Zeitraum eine Verdopplung der Teilzeit von 4,8 % auf 10,6 % zu verzeichnen. Dabei ist das Angebot der unterschiedlichen Teilzeitmodelle um ein Vielfaches gewachsen. Die Varianten reichen von einzelnen Wochentagen, über Stundenkontingente von weniger als 10 Stunden – z.B. zum Wiedereinstieg nach der Elternzeit – bis hin zu einer vollzeitnahen Beschäftigung. Interessant ist hierbei, dass im Zeitraum von 2004 bis 2013 die unterhälftige Teilzeit (bis 19 Wochenstunden) nur um 17,6 % gestiegen ist, hingegen hat sich die vollzeitnahe Teilzeit (mehr als 30 Wochenstunden) im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt.[2]

Die Gründe

Die Gründe für Teilzeit sind vielfältig. Aufschlussreich ist hierbei eine Differenzierung nach den Geschlechtern. Während 80,9 % der Frauen sich aus familiären Gründen und Kinderbetreuungsaufgaben für eine Teilzeitstelle entscheiden, sind es bei den Männern nur 25,5 %.

Die traditionellen Rollenbilder sind nach wie vor noch fest in unserer Gesellschaft verankert. Das klassische Modell wird in 2/3 der Familien gelebt. Der Mann arbeitet Vollzeit, die Frau arbeitet in Teilzeit. Nach einer Umfrage der Zeitschrift Eltern wollen junge Eltern erheblich mehr Zeit für ihre Kinder. Im Zwiespalt sind dabei insbesondere die Väter; sie wollen mehr Zeit mit der Familie verbringen, andererseits sehen Sie sich aber auch nach wie vor als „Ernährer der Familie“. Es fehlen die entsprechenden Vorbilder. Sie haben die eigenen Väter vor Augen mit einem traditionellen Rollenverständnis. Während bei Frauen die Teilzeit aufgrund der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie akzeptiert ist, gibt es bei den Vätern immer noch Sticheleien hinter den Kulissen und den persönlichen Zwiespalt.

Kulturwandel braucht Zeit!


Diese Erfahrung des soziokulturellen Wandels konnte ich in meiner langjährigen Erfahrung in der Personalarbeit und nun als Auditorin bei berufundfamilie sammeln. Während es in 2007 – InKrafttreten des Gesetzes zur Elternzeit (BEEG) – noch die absolute Ausnahme war, dass Väter die Elternzeit in Anspruch genommen haben, war dies bereits 5 Jahre später in vielen Unternehmen fast normal, zumindest für 2 Monate. Bei einem guten Einkommen des Vaters fallen zusätzlich noch die finanziellen Aspekte ins Gewicht. Doch auch hier wird sich zukünftig einiges ändern. Frauen haben inzwischen den gleichen Bildungsstand und immer häufiger kommt es vor, dass in einer Partnerschaft die Frau das höhere Einkommen erzielt.

Vorteile und Herausforderungen


Für die Beschäftigten bringt Teilzeit viele Vorteile wie z.B. mehr Zeit für die Familie, Pflege, Ehrenamt oder andere außerbetriebliche Aktivitäten. Gerade für Alleinerziehende ist reduzierte Arbeitszeit mitunter die einzige Möglichkeit einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Aber auch auf Arbeitgeberseite gibt es wichtige Vorteile zu verzeichnen. Dazu zählen u.a. eine höhere Produktivität und Motivation bis hin zu geringeren Fehlzeiten und weniger Arbeitsunfällen. Durch Teilzeitangebote wird die Flexibilität im Personaleinsatz erhöht, aber auch Randzeiten sowie Belastungsspitzen können besser aufgefangen werden. Nicht zuletzt trägt das Angebot von Teilzeit zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften bei. Eltern können früher nach der Elternzeit wieder in den Beruf einsteigen. Parallel zu dem Anstieg der Teilzeitbeschäftigung und den Teilzeitmodellen hat sich die Länge der Inanspruchnahme der Elternzeit verkürzt.

Dennoch gibt es Unternehmen und Führungskräfte, die der Teilzeit noch kritisch gegenüberstehen. Begründet wird dies z.B. mit höheren Kosten der Personalverwaltung und den Kosten für die Vorhaltung des Arbeitsplatzes. Bezüglich der höheren Personal- und Arbeitsplatzkosten konnte McKinsey jedoch nachweisen, dass sich die Kosten im Verlauf des ersten Jahres bereits amortisieren.

Insbesondere öffentliche Verwaltungen oder Unternehmen im Gesundheits- und Pflegebereich, mit einem hohen Anteil an Frauen und Teilzeitbeschäftigten, beklagen den erhöhten Aufwand in der Einsatzplanung und die Arbeitsplatzkosten sowie eine – zum Teil – geringe Flexibilität der Teilzeitbeschäftigten. Auch wenn die Kinder schon größer sind besteht bei vielen Teilzeitbeschäftigten weiterhin der Wunsch am Vormittag zu arbeiten. Gute Erfahrungen wurden durch die Übertragung der Einsatzplanung in das Team gesammelt. Das Team stimmt sich ab und gewährleistet die Funktionsfähigkeit der Abteilung. Je mehr Vorgaben – wie starre Schichtpläne und enge Kernzeiten – bestehen, desto geringer ist die Flexibilität und Kreativität der betroffenen Beschäftigten. Die Erfahrung zeigt, dass Freiraum und Offenheit neue Ideen und die Kreativität fördern; dies gilt ebenso für die Personaleinsatz- und Schichtplanung.

Wie Sie Fallstricke – bereits vorab – auflösen können


Fördern Sie die Zusammenarbeit im Team, die Wertschätzung der unterschiedlichen Lebensentwürfe, die Akzeptanz von Vollzeit und Teilzeit und sprechen Sie offen über Problemstellungen. Die Führung des Teams nach Ergebnissen und nicht nach Präsenz ist dabei wichtig. Der Wunsch eines Beschäftigten zur Reduzierung seiner Arbeitszeit hat Folgen für die ganze Abteilung, z.B. die Änderung von Arbeitsabläufen. Einerseits können die Vollzeitkräfte nicht alles auffangen, andererseits sollte aber die Sensibilität vorhanden sein, dass die Teilzeitkräfte zuhause keinen „Urlaub“ machen. Es warten die Kinder und/oder Pflegeaufgaben auf sie. Pilotieren Sie einen Versuch und vertrauen Sie auf die Eigenverantwortung des Teams und der Beschäftigten.

Unternehmen sind gefordert


Auch wenn sich dieser Artikel insbesondere mit den Frauen und Männern beschäftigt die Beruf und Familie vereinbaren, gilt meine Anerkennung und mein Respekt auch den Frauen und Männern, die sich bewusst und freiwillig ausschließlich den Aufgaben der Familie und/oder Pflegeaufgaben stellen und ihre berufliche Karriere zurückstellen. Solange jedoch der Wunsch der Berufstätigen nach mehr Angeboten und Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie größer ist als das Angebot, sind die Politik, gesellschaftliche Einflussgruppen und die Unternehmen gefordert, die gesetzlichen, kulturellen und betrieblichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Aber mindestens ebenso wichtig sind Vorbilder für unsere jungen Väter, am Besten in den Führungspositionen!


[1] Statistisches Bundesamt 2016, Erwerbstätige, Beschäftigungsumfang nach Geschlecht. Berechnung in % zu Vollzeit jeweils nach Geschlecht
[2] Arbeitskräfteerhebung eurostat. Bis zum Jahr 2009 sind nur Personen mit einer Arbeitszeit von bis 32 Stunden pro Woche in der Gruppe der Teilzeitbeschäftigten enthalten. Ab dem Jahr 2010 ist von einer Untererfassung auszugehen.



Sabine Weigel, Auditorin
der berufundfamilie
Service GmbH (©privat)


Sabine Weigel ist seit 2012 Auditorin für das audit berufundfamilie. Sie hat langjährige Erfahrung im strategischen und operativen Personalmanagement sowie in der konkreten Umsetzung entsprechender Maßnahmen. Ihre zwei Kinder sind inzwischen erwachsen. Sie kennt den Spagat als Führungskraft zwischen Beruf und Kinderbetreuung sowie Beruf und Pflege aus eigener Erfahrung.
























Mittwoch, 7. Juni 2017

Glückwunsch zu nachhaltigem Familienbewusstsein! Erteilung des Zertifikats an 109 Arbeitgeber


Auszeichnung für nachhaltiges Familienbewusstsein: das Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte (©berufundfamilie Service GmbH)


Am 31. Mai 2017 wurden 109 Arbeitgeber darüber informiert, dass ihnen das Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule erteilt wurde: 52 Unternehmen, 43 Institutionen und 14 Hochschulen sind in der letzten Zertifizierungsrunde 2016/2017 dabei. In der Zertifikatsverleihung, die am 20. Juni 2017 im KOSMOS in Berlin stattfindet, werden Sie zusammen mit etwa 240 weiteren zertifizierten Arbeitgebern geehrt.

14 der frisch zertifizierten Arbeitgeber haben zum ersten Mal erstmals das audit zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben genutzt und damit das Zertifikat mit der dreijährigen Laufzeit erhalten. 19 Arbeitgeber wurden zum zweiten und 29 zum dritten Mal auditiert. Weitere 31 erhalten das Zertifikat bereits zum vierten, zwölf zum fünften und vier sogar zum sechsten Mal.

42 der jetzt Zertifizierten haben das neue Dialogverfahren erfolgreich durchlaufen und sich damit ein Zertifikat mit dauerhaftem Charakter erarbeitet. Zur Sicherung der Qualität ist es alle drei Jahre mit einem erneuten Dialogverfahren zu bestätigen. Das Dialogverfahren richtet sich an Arbeitgeber, die seit mindestens neun Jahren mit dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule einen strategischen Ausbau ihrer Vereinbarkeitspolitik verfolgen.

Hier die Liste der Arbeitgeber, denen am 31. Mai das Zertifikat zum audit erteilt wurde:

Z1 – Erste Zertifizierung
  • Enercon GmbH – Verwaltung
  • Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V.
  • Deutscher Anwaltverein e.V. – Geschäftsstelle Berlin
  • GDMcom Gesellschaft für Dokumentation und Telekommunikation GmbH
  • Jobcenter Flensburg
  • Jobcenter Köln
  • KölnBäder GmbH
  • Kreissparkasse Heilbronn
  • Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG – Zweigniederlassung Süddeutschland
  • Rolls-Royce Power Systems – MTU Onsite Energy GmbH, Augsburg, MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf, MTU Reman Technologies GmbH, Magdeburg
  • Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)
  • Stadt Tuttlingen – Fachbereich Finanzen
  • Sysmex in Deutschland
  • Thomas Magnete GmbH
Z2 – Zweite Zertifizierung
  • 3con Management Consultants GmbH
  • Bayer Vital GmbH
  • DFS Deutsche Flugsicherung GmbH
  • Edwards Lifesciences Services GmbH – Standort Unterschleißheim
  • Hamburger Hochbahn AG
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
  • Klinikum Nordfriesland gGmbH und Tochtergesellschaften
  • Landesbetrieb HessenForst
  • Leibniz-Institut für Nutztierbiologie
  • Medizinischer Dienst der Krankenversicherung im Freistaat Sachsen e.V.
  • Ministerium der Justiz und für Europa Baden-Württemberg
  • Schleswig-Holsteinischer Landtag (Landtagsverwaltung)
  • Schufa Holding AG
  • Stadt Metzingen
  • Stadtverwaltung Wuppertal – Verwaltung und Eigenbetriebe Gebäudemanagement (GMW) und Kinder- und Jugendwohngruppen (KiJu)
  • SWN Stadtwerke Neumünster Beteiligungen GmbH
  • Verein für psychoanalytische Sozialarbeit Rheinland-Pfalz e.V.
  • Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG
  • Zur Rose Pharma GmbH
Z3 – Dritte Zertifizierung
  • Airbus Defence and Space – Friedrichshafen
  • AOK Baden-Württemberg
  • Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung – gesamt, Standorte Berlin und Bonn
  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
  • Das ESW – Evangelisches Siedlungswerk
  • Deutscher Wetterdienst
  • Deutsches Diabetes Zentrum
  • EJOT HOLDING GmbH & Co. KG
  • GASAG AG
  • Grünenthal Pharma GmbH & Co. KG – inkl. Grünenthal GmbH, Stolberg
  • Hochschule Merseburg
  • Infineon Technologies AG
  • Karlsruher Institut für Technologie
  • Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt
  • Kreisverwaltung Gießen – inkl. Servicebetrieb
  • Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung e.V.
  • Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
  • Möbelfolien GmbH Biesenthal
  • Ostdeutscher Sparkassenverband
  • REWE Markt GmbH – Zweigniederlassung Mitte, Verwaltungsstandorte inkl. aller nationalen Bereiche in Rosbach und Hungen
  • REWE Markt GmbH – Zweigniederlassung Nord, Verwaltung Vollsortiment, Standorte Norderstedt und Lehrte
  • SCA in Deutschland
  • Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Berlin
  • Sparkasse Markgräflerland
  • Stiftung caesar
  • Stiftung kreuznacher diakonie – Geschäftsfeld Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Union Investment Gruppe
  • Universität Duisburg-Essen
  • zukunft im zentrum GmbH
Z4 – Vierte Zertifizierung
  • Aareon AG
  • Bayerischer Landtag
  • Bayernwerk AG
  • BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG
  • Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank
  • envia Mitteldeutsche Energie AG – enviaM, MITNETZ STROM, envia SERVICE
  • Gifhorner Wohnungsbau-Genossenschaft eG
  • GP Grenzach Produktions GmbH
  • HanseWerk AG – HanseWerk AG, Schleswig-Holstein Netz AG, Hamburg Netz GmbH, HanseWerk Natur GmbH
  • Häusliche Krankenpflege Achim und Oyten
  • Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH
  • Hochschule Bochum
  • Hochschule Esslingen
  • Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen
  • Klinikum Stuttgart
  • Kreissparkasse Augsburg
  • Kreisstadt Homburg – Verwaltung
  • Kreisverwaltung Altenkirchen
  • Landessparkasse zu Oldenburg
  • Landkreis Northeim – Kernverwaltung
  • Lebenshilfe Delmenhorst und Landkreis Oldenburg e. V. und gemeinnützige GmbH
  • Öffentliche Versicherung Braunschweig – inkl. Öffentliche Facility Management GmbH und Braunschweig IT GmbH
  • Polizei Niedersachsen
  • Sparkasse Mittelthüringen
  • tel-inform customer services GmbH
  • Universität Mannheim
  • Universität zu Lübeck
  • Vodafone in Deutschland
  • Werkstatt Bremen
  • Westfalen Weser Energie GmbH & Co. KG
Z5 – Fünfte Zertifizierung
  • AOK – Die Gesundheitskasse in Hessen
  • bremenports GmbH & Co. KG
  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • DATEV eG
  • Dorint Hotel in Halle (Saale) Betriebs GmbH
  • Frankfurt University of Applied Sciences
  • Gambro Dialysatoren GmbH – ein Standort der Baxter International Inc.
  • Hochschule Bremen
  • Hochschule Mainz
  • Knollenborg & Partner
  • Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik
  • Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm
Z6 – Sechste Zertifizierung
  • Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V.
  • Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover - Hauptverwaltung
  • KfW inklusive der KfW IPEX-Bank GmbH
  • Universität Trier

Informationen zur aktuellen Zertifikatserteilung auch in unserer Pressemitteilung.







Dienstag, 6. Juni 2017

Vereinbarkeit in Zahlen: Was macht Beschäftigte zufrieden?


Vereinbarkeit und Arbeitswelt: Aktuelle Zahlen und Stichwörter (©berufundfamilie Service GmbH)



 Zufriedenheit erfahrener Beschäftigter


Rund 40 % der 60 bis 69-Jährigen sind aktuell berufstätig.

Die Berufstätigen 65- bis 69-Jährigen geben im Durchschnitt eine Zufriedenheit von 7,6 an.

Die Nichterwerbstätigen dieser Altersgruppe geben im Durchschnitt einen Wert von 7,2 an.

IW Köln, SOEP 2017 (Sozio-oekonomisches Panel) – Lebenszufriedenheit, Mai 2017

 

Unter Druck trotz Elterngeld, Vätermonate & Co.


87 % der befragten Eltern spüren zunehmend Druck. Damit werden Eltern trotz Elterngeld und Vätermonate, Kindergelderhöhung und Kita-Ausbau nicht entlasten.

86 % der Eltern meinen, dass Familien sich heute eher dem Arbeitsmarkt anpassen müssen als umgekehrt.

Eltern / Kantar EMNID, Wahl-Studie 2017, Mai 2017

 

Zufriedenheit durch Arbeitszeitflexibilität


74 % der deutschen Beschäftigten möchten unter Zeitmodellen arbeiten, die der aktuellen Lebenssituation flexibel angepasst werden können.

ROC, Arbeitswelt der Zukunft, März 2017