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Freitag, 16. Juni 2017

Was Arbeitgebersiegel glaubwürdig macht



Was macht ein Arbeitgebersiegel glaubwürdig?
(©Death to Stock)

In den letzten 20 Jahren ist die Anzahl der Zertifikate und Siegel rasant gestiegen. In Zeiten des Fachkräftemangels und des „War for talents“ möchten Arbeitgeber (potenzielle) Beschäftigte von sich überzeugen und tun dies immer häufiger mit Hilfe von Arbeitgebersiegeln.

Die Siegel-Landschaft ist sehr divers: In einigen Zertifizierungsprozessen wird geprüft, ob gewisse personalpolitische Angebote vorhanden sind und im Anschluss der Status quo „besiegelt“. Andere bieten im Rahmen der Zertifizierung einen Beratungsprozess an und erarbeiten mit den Arbeitgebern zukünftige Maßnahmen, um die Arbeitswelt innerhalb des Unternehmens zu verbessern. Viele Anbieter von Siegeln beschränken sich auf die jeweilige Region, andere arbeiten bundesweit mit Arbeitgebern zusammen.

Glaubwürdigkeit von Arbeitgebersiegeln


Doch was macht Zertifikate glaubwürdig? Worauf sollten Arbeitgeber achten, bevor sie sich einem Zertifizierungsprozess stellen? Und woran erkennen Beschäftigte sowie Bewerberinnen und Bewerber, dass Arbeitgeber es mit dem Zertifikat wirklich ernst meinen?

Fünf Kriterien, die Arbeitgebersiegel glaubwürdig machen


1) Definierte Zertifizierungskriterien

Je nach Zertifikat gelten unterschiedliche Zertifizierungskriterien. Ein wichtiges Credo ist: Sie müssen transparent sein. Nur wenn für Arbeitnehmerinnen sowie Arbeitnehmer und Arbeitgeber nachvollziehbar ist, auf welcher Grundlage ein Zertifikat erteilt wurde, kann es glaubwürdig sein. Von den jeweiligen Anbietern sollte beantwortet werden, welche formalen und welche inhaltliche Kriterien herangezogen werden.

2) Sicherung der Beratungs-Standards

Für einen Anbieter eines Arbeitgebersiegels arbeiten meist mehrere Beraterinnen und Berater. Damit Arbeitgeber unabhängig vom Berater die gleiche Beratungsleistung bekommen und zugleich die Beschäftigten auf feste Beratungsstandards zählen können, ist es unabdingbar, dass die Beraterinnen und Berater von den Anbietern in der Durchführung der Zertifizierung geschult wurden. Außerdem sollte die Beratungsleistung regelmäßig überprüft werden.

3) Verbindliches Commitment der Unternehmensleitung

Ob bei einem Unternehmen, in einer Institution oder in einer Hochschule: Ob die Leitung der Organisation hinter dem Zertifikat steht, hat maßgeblichen Einfluss auf die Glaubwürdigkeit des Zertifikats. Denn mit einer Zertifizierung ist der Einsatz personeller und finanzieller Ressourcen verbunden. Treten die Verfechter des Zertifikats gegen Windmühlen an und finden in der Unternehmensleitung keine Unterstützung, nimmt auch das Projekt keinen guten Verlauf.

4) Unabhängige Überprüfung

Eine Zertifizierung darf nicht erkauft sein. Damit ein Zertifikat glaubwürdig ist, bedarf es eine objektive Erteilung des Zertifikats. Damit braucht es eine unabhängige Instanz die darüber entscheidet, ob ein Zertifikat erteilt werden kann oder nicht.

5) Regelmäßige neue Zertifizierung

Ein Zertifikat kann nicht für die Ewigkeit verliehen werden. Unternehmen verändern sich durch die übliche Fluktuation, Wechsel in Führungs- oder Geschäftsführungsebene, Umstrukturierungen, Fusionen uvm. Somit muss in regelmäßigen Abständen geprüft werden, ob das Zertifikat weiterhin aufrecht erhalten bleiben kann.


Die berufundfamilie überreicht am 20. Juni 2017 zum 19. Mal im feierlichen Rahmen Zertifikate zum audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule. Dieses Mal sind 353 Arbeitgeber zur Verleihung der Zertifikate geladen. Mit unserer Zertifikatsverleihung möchten wir ihr Engagement für eine nachhaltige familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik bzw. für familiengerechte Forschungs- und Studienbedingungen honorieren. Zudem möchten wir unterstreichen, dass wir uns als berufundfamilie mit den steigenden Anforderungen an die Arbeitswelt und an die Arbeitgeber von heute weiterentwickelt haben und die seriöse Beratung und Zertifizierung für uns oberste Prämisse hat.

Donnerstag, 23. März 2017

audit berufundfamilie: 82 Arbeitgeber jetzt zertifiziert



Das Zertifikat zum audit – Qualitätssiegel für eine nachhaltige
Vereinbarkeitspolitik (©berufundfamilie Service GmbH)
Fünf Mal im Jahr werden die Zertifikate zum audit berufundfamilie und audit familiengerechte hochschule erteilt. Fünf Termine, an denen Arbeitgeber offiziell mitgeteilt bekommen, ob sie das von der berufundfamilie angebotene audit-Verfahren erfolgreich durchlaufen haben. Fünf Termine, ab denen sie das als Qualitätssiegel für eine nachhaltige familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik geltende Zertifikat (erneut) tragen können.


Am 15. März war der erste Erteilungstermin des laufenden Kalenderjahres. 82 Arbeitgeber bilden den Kreis der Zertifizierten dieser ersten Runde, darunter 41 Unternehmen, 33 Institutionen und 8 Hochschulen.

9 Arbeitgeber haben sich in den vergangenen Monaten dem audit-Prozess zum ersten Mal gestellt und damit einen systematischen Einstieg in die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik gewählt. 73 Arbeitgeber – 34 Unternehmen, 31 Institutionen und die 8 Hochschulen – haben mindestens zum zweiten Mal das audit durchlaufen und setzen damit bewusst auf die Vertiefung der Vereinbarkeit, deren nachhaltige Verankerung und die wachsende Selbststeuerung des Themas durch die Organisation. Die Deerberg GmbH und die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sind jetzt bereits zum fünften Mal zertifiziert und verfolgen damit ihre Vereinbarkeitspolitik seit etwa zwölf Jahren.

So unterschiedlich die jetzt zertifizierten Arbeitgeber – so unterschiedlich ihre familien- und lebensphasenbewussten Angebote. Das breite und teilweise kreative Spektrum reicht von einer Time Out Regelung, bei dem 10 Prozent des Gehalts weitergezahlt werden, über Satellitenbüros bis hin zur Karriereentwicklung in reduzierter Vollzeit. Weitere Beispiele sind über Cross Mentoring Programme und die Rentner-Weihnachtsfeier.

Hier die Liste der Arbeitgeber, die am 15. März das Zertifikat zum audit erteilt bekamen:


Z1 – Erste Zertifizierung

Z2 – Zweite Zertifizierung

Z3 – Dritte Zertifizierung

Z4 – Vierte Zertifizierung

Z5 – Fünfte Zertifizierung



Informationen zur aktuellen Zertifikatsverleihung auch in unserer Pressemitteilung.