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Donnerstag, 23. März 2017

audit berufundfamilie: 82 Arbeitgeber jetzt zertifiziert



Das Zertifikat zum audit – Qualitätssiegel für eine nachhaltige
Vereinbarkeitspolitik (©berufundfamilie Service GmbH)
Fünf Mal im Jahr werden die Zertifikate zum audit berufundfamilie und audit familiengerechte hochschule erteilt. Fünf Termine, an denen Arbeitgeber offiziell mitgeteilt bekommen, ob sie das von der berufundfamilie angebotene audit-Verfahren erfolgreich durchlaufen haben. Fünf Termine, ab denen sie das als Qualitätssiegel für eine nachhaltige familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik geltende Zertifikat (erneut) tragen können.


Am 15. März war der erste Erteilungstermin des laufenden Kalenderjahres. 82 Arbeitgeber bilden den Kreis der Zertifizierten dieser ersten Runde, darunter 41 Unternehmen, 33 Institutionen und 8 Hochschulen.

9 Arbeitgeber haben sich in den vergangenen Monaten dem audit-Prozess zum ersten Mal gestellt und damit einen systematischen Einstieg in die familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik gewählt. 73 Arbeitgeber – 34 Unternehmen, 31 Institutionen und die 8 Hochschulen – haben mindestens zum zweiten Mal das audit durchlaufen und setzen damit bewusst auf die Vertiefung der Vereinbarkeit, deren nachhaltige Verankerung und die wachsende Selbststeuerung des Themas durch die Organisation. Die Deerberg GmbH und die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg sind jetzt bereits zum fünften Mal zertifiziert und verfolgen damit ihre Vereinbarkeitspolitik seit etwa zwölf Jahren.

So unterschiedlich die jetzt zertifizierten Arbeitgeber – so unterschiedlich ihre familien- und lebensphasenbewussten Angebote. Das breite und teilweise kreative Spektrum reicht von einer Time Out Regelung, bei dem 10 Prozent des Gehalts weitergezahlt werden, über Satellitenbüros bis hin zur Karriereentwicklung in reduzierter Vollzeit. Weitere Beispiele sind über Cross Mentoring Programme und die Rentner-Weihnachtsfeier.

Hier die Liste der Arbeitgeber, die am 15. März das Zertifikat zum audit erteilt bekamen:


Z1 – Erste Zertifizierung

Z2 – Zweite Zertifizierung

Z3 – Dritte Zertifizierung

Z4 – Vierte Zertifizierung

Z5 – Fünfte Zertifizierung



Informationen zur aktuellen Zertifikatsverleihung auch in unserer Pressemitteilung.
 

Mittwoch, 25. Januar 2017

Stark: Empowerment als Lösungsansatz für mehr Chancengleichheit von Frauen in Unternehmen


Beitrag von
Dr. Brigitte Waffenschmidt, Auditorin der berufundfamilie Service GmbH

Seit geraumer Zeit begegnet mir bei meiner Beratungs- und Lehrtätigkeit vermehrt der Begriff „Empowerment“. Er tauchte zum ersten Mal im Zusammenhang der Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahre 2008 auf. Denn durch das Versagen der Finanzmärkte war die Zahl der absolut armen Menschen rasant angestiegen. Betroffen waren und sind – wieder einmal – in erster Linie Frauen, insbesondere in den Ländern der Dritten Welt. Als strategischer Lösungsansatz für mehr Chancengleichheit für Frauen in Entwicklungsländern wurden „Empowerment-Konzepte“ vorgestellt, die an die Stelle der herkömmlichen Entwicklungshilfe treten sollten.

Weibliche Eigenkompetenz

Aus diesem Ursprung wurde „Empowerment“, das heute am treffendsten mit „Eigenkompetenz“ übersetzt werden könnte, zu einem Fachbegriff für strategisches Management, bei dem es um die selbstbewusste Durchsetzung und Verwirklichung von spezifischen Fraueninteressen und ‑gesichtspunkten in Unternehmen geht.

Auf mich kommen in zunehmendem Maße Führungskräfte und Personalleiter mit der Frage zu, ob und wie Empowerment als Instrument anzuwenden sei, um ein Umdenken zu der Frage anzustoßen, wie spezifisch weibliche Talente und Potentiale erkannt und gestärkt werden können.

Erfahrung aus dem audit berufundfamilie

Aus meiner Erfahrung ist eine unterstützende Unternehmenskultur die Grundvoraussetzung für gelebtes „Empowerment“. Dazu gehören die Maßnahmen der lebensphasenbewussten Personalpolitik aus den acht Handlungsfeldern des audit berufundfamilie, die Frauen ermutigen und bewegen, eigene Führungsvisionen selbst aktiv zu gestalten. Hierzu gehören aber auch die Erkenntnis und deren Umsetzung, dass Problemlösungen nicht nur im Nacheifern von Männern zu sehen sind, sondern aus eigenen Potentialen entwickelt werden können.

Auf meinem Bildungs- und Berufsweg habe ich mit Empowerment beste Erfahrungen gemacht bis hin zu der Erkenntnis, dass sich die beruflichen Anforderungen und ein ausgeprägtes Familienleben nicht konkurrierend gegenüberstehen müssen, sondern dass die zu versorgende Familie eine der Energiequellen beruflichen Fortkommens sein kann, wenn sie als Bereicherung und nicht als Belastung empfunden wird.


(©privat)
Dr. Brigitte Waffenschmidt ist Personal- und Organisationsberaterin, Auditorin der berufundfamilie Service GmbH und Dozentin am Campus M21 in Nürnberg. Sie ist verheiratet und hat drei Kinder im Grundschulalter.

Freitag, 20. Januar 2017

Im Dialog geht’s weiter – Langjährig erfolgreiches Familienbewusstsein wird mit dauerhaftem Zertifikat honoriert

Seit 19 Jahren können Arbeitgeber ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik mit Hilfe des audit berufundfamilie (seit 2002 mit dem audit familiengerechte hochschule) strategisch und zukunftsgerichtet gestalten. Über 1.600 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen haben das als mehrstufiges Verfahren angelegte audit bereits erfolgreich durchlaufen. Der stringente Prozess zielt ab auf eine wachsende Selbststeuerung des Themas Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben durch die Organisation.

Den Bedürfnissen der langjährig engagierten Arbeitgeber, deren Zahl stetig zunimmt, entspricht die berufundfamilie Service GmbH jetzt mit einem neuen Verfahren – dem Dialogverfahren. Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, erläutert, was es mit der Neuerung auf sich hat.

Herr Schmitz, es wird zukünftig für langjährig familienbewusste Arbeitgeber ein Zertifikat zum audit berufundfamilie geben, das einen dauerhaften Charakter hat. Eine Innovation bei der berufundfamilie. Was steckt dahinter?

Entscheidend für diese Neuerung ist der hohe Entwicklungsstand, den sich Arbeitgeber im Rahmen des audit-Prozesses über viele Jahre in ihrer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik erarbeitet haben. Da bei den kontinuierlich aktiven Arbeitgebern eine Verankerung des Engagements in der Unternehmenskultur stattgefunden hat, möchten wir dies mit einem Zertifikat honorieren, das einen dauerhaften Charakter hat.

Wenn es nicht zu wesentlichen Veränderungen in der Organisation oder der Kultur kommt, wird das Zertifikat nicht „in Frage“ gestellt. Allerdings ist es zur Sicherung der Qualität alle drei Jahre mit dem Dialogverfahren zu bestätigen.


audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule: Die Organisation wächst mit dem audit. Und: Das audit passt sich der Organisation an. (©berufundfamilie Service GmbH)

Warum das Dialogverfahren?  

Für Arbeitgeber, die ihre familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik seit vielen Jahren leben, ist es entscheidend, ihren hohen Entwicklungsstand zu pflegen und in einzelnen ausgesuchten Bereichen das Optimierungspotenzial zu nutzen. Genau hier setzen wir jetzt mit dem Dialogverfahren an. Wenn man so will, entlassen wir die Arbeitgeber in die „familienbewusste Selbständigkeit“ und geben ihnen zum Qualitätserhalt ihres Engagements das Dialogverfahren an die Hand, in dem wir selbstverständlich als Berater weiterhin an ihrer Seite sind. So können sie sicherstellen – gerade auch in Zeiten des Changemanagement – in Sachen Vereinbarkeit am Ball zu bleiben und deren betriebswirtschaftliche Effekte nutzen zu können: geringere Krankheitsquoten, geringere Fehlzeiten usw.

Was ändert sich denn im Vergleich zum bisherigen audit-Prozess und wie sieht das Dialogverfahren aus?

In dem mehrstufigen audit-Verfahren folgen nach der ersten Auditierung wie bisher auch im dreijährigen Turnus zwei Re-Auditierungen. Daran schließt sich jetzt das Dialogverfahren an. Vorher gab es das Sicherungsverfahren, das so oft wie gewünscht wiederholt werden konnte und eine umfangreichere Re-Auditierung darstellte.

Oliver Schmitz, Geschäfstführer der berufundfamilie Service GmbH,
informiert über das Dialogverfahren. (©berufundfamilie Service GmbH)
Im Rahmen des Dialogverfahrens, das also erstmalig nach der Zusammenarbeit von neun Jahren angewendet werden kann, wird dem Arbeitgeber die eigenverantwortliche Steuerung und Gestaltung der Vereinbarkeit überlassen – und das in schlanker und zugleich bedarfsgerechter Form: Das Dialogverfahren besteht u. a. aus der Erfassung der Informationen zur Organisation, ihrer Strukturdaten und Kennzahlen und der Durchführung eines Dialogtags, dessen Format in Absprache mit der Auditorin bzw. dem Auditor individuell wählbar ist. In einem Handlungsprogramm werden die selbst definierten Aufgaben dokumentiert.

Das Dialogverfahren ist in Kooperation mit auditierten Unternehmen, Institutionen und Hochschulen entwickelt worden. Diesen Dialog, der daraus entstanden ist, möchten wir beibehalten und im engen Kontakt bleiben, um hier weitere Angebote zu entwickeln die auch für sehr erfahrene Arbeitgeber attraktiv sind und weiterhin Mehrwerte schaffen.