Donnerstag, 18. Januar 2018

20 Jahre berufundfamilie - Es bleibt alles anders



Aktionslogo zum 20-jährigen Jubiläum
der berufundfamilie
(©berufundfamilie Service GmbH)

1998 war das Jahr, in dem die Bundesrepublik einen Machtwechsel erlebte, die Welt zum Song „Hit Me Baby One More Time“ tanzte - und die gemeinnützige Hertie-Stiftung die berufundfamilie gGmbH gründete. Seither begleitet die berufundfamilie Arbeitgeber bei der (Weiter-)Entwicklung ihrer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik. Seit 1999 bietet sie das audit berufundfamilie für Unternehmen und Institutionen an und geht seit 2002 mit dem audit familiengerechte hochschule auf die speziellen Bedingungen der Vereinbarkeit von Beruf/ Studium, Familie und Privatleben für Studierende und Forschende ein. Mit dem Zertifikat zum audit belegen die Arbeitgeber ihr Engagement für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben.

„Seit 1998 haben wir mit dem audit in rund 1.700 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen die Rahmenbedingungen der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben verbessert. Aktuell profitieren rund 1,9 Mio. Beschäftigte und 1,5 Mio. Studierende von familien- und lebensphasenbewussten Rahmenbedingungen in ihren Unternehmen, Institutionen und Hochschulen. Eine Leistung auf die wir sehr stolz sind.“ sagt Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH.

Die berufundfamilie hat die Entwicklungen in der Arbeitswelt und Gesellschaft aufgegriffen und ist zu dem Kompetenzträger im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben geworden.

Unser 20-jähriges Jubiläum feiern wir unter dem Motto: Es bleibt alles anders. Denn: Für Arbeitgeber ist das audit berufundfamilie das was bleibt der stabile Partner, auch in Zeiten des Change-Managements. Mit dem Managementtool können Arbeitgeber alles berücksichtigen, was es braucht, um eine familien- und lebensphasenbewusste Unternehmenskultur zu stärken. Denn das audit unterstützt die Arbeitgeber dabei, sowohl die betrieblichen Erfordernisse, die privaten Belange ihrer Beschäftigten als auch die Teamerfordernisse zu berücksichtigen. Arbeitswelt und Gesellschaft befinden sich in einem kontinuierlichen Veränderungsprozess. Der demografische Wandel, Individualisierung und Digitalisierung beeinflussen das unternehmerische Umfeld. Auch wenn die personalpolitischen Herausforderungen anders werden, bietet das audit Lösungen an.

„Unsere Zertifikatsträger gehören zu unterschiedlichen Branchen und Betriebsgrößen. Durch unsere enge Zusammenarbeit mit ihnen, spüren wir Entwicklungen frühzeitig und entwickeln praxisnahe Lösungen. Zu unseren Anfängen richtete sich eine familienbewusste Personalpolitik hauptsächlich an Mütter. Heute ist Vereinbarkeit von Beruf und Familie weit mehr. Mütter, wie Väter, Beschäftigte die Angehörige pflegen oder einem Hobby bzw. Ehrenamt nachgehen, möchten berufliche und private Belange unter einen Hut bringen können. Für Arbeitgeber bedeutet dies, Beschäftigte aller Lebensphasen im Blick zu haben und relevante Themen wie zum Beispiel familien- und lebensphasenbewusste Führung, Vereinbarkeit von Beruf und Pflege, Gesundheit, Arbeit und Alter weiterzuentwickeln“, so Oliver Schmitz.

Für das 20-jährige Jubiläum wurde ein Aktionslogo entwickelt. Das Logo spiegelt das Motto „Es bleibt alles anders“ wider. In Anlehnung an die bleibende Bildmarke der berufundfamilie, ist die Zahl 20 zu sehen – eben etwas anders dargestellt. Die Zahl 20 stellt zugleich die Augen und die Nase eines zwinkernden Gesichts darf. Der Schriftzug „20 Jahre berufundfamilie“ ergänzt Augen und Nase um einen lächelnden Mund.

2018 feiern wir mit verschiedenen Aktionen das 20-jährige Jubiläum der berufundfamilie, bei denen Ihnen das Aktionslogo immer wieder begegnen wird.

Weitere Informationen zu den Meilensteinen der berufundfamilie finden Sie unter: http://berufundfamilie.de/wir-uber-uns/geschichte

Freitag, 12. Januar 2018

Neuer Stufenplan „Beruf und Pflege“ – Schritt für Schritt zur pflegebewussten Personalpolitik

Neuauflage des Stufenplans "Beruf und Pflege" - unterstützt Arbeitgeber beim Einstieg in und beim Ausbau einer pflegebewussten Personalpolitik (©berufundfamilie Service GmbH)

Bei den Einen passiert es schleichend, bei den Anderen ganz abrupt. 2,9 Mio. Menschen waren in 2015 in Deutschland pflegebedürftig. Die deutliche Mehrheit von ihnen, nämlich 73 %, wurde zu Hause versorgt. Knapp die Hälfte - 1,38 Mio. - wurde allein durch ihre Angehörigen gepflegt. Diejenigen, die sich um ihre Angehörigen kümmern, sind zum Großteil berufstätig. Rund 30 % von ihnen arbeiten sogar in Vollzeit, rund 33 % in Teilzeit oder auf Stundenbasis.

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu leben, ist also für viele Beschäftigte in Deutschland Alltag. Aus gutem Grund stufen immer mehr Arbeitgeber eine pflegebewusstePersonalpolitik als hochrelevant ein. Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist auch im audit berufundfamilie und audit familiengerechte hochschule nicht mehr wegzudenken. Regine Steinhauer, Auditorin der berufundfamilie Service GmbH, weiß: „Werden Arbeitgeber nach  Lösungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gefragt, sind viele Fragezeichen zu sehen: Wie gehen wir das Thema an? Wie können Lösungen aussehen? Wie bleiben wir am Thema dran und können damit wachsen? All diese Fragen verdeutlichen das „How-to-Problem“. Und genau dies greift der Stufenplan auf.“
 
Ziel des Stufenplans

Um Arbeitgeber bei der Beantwortung ihrer Fragen zu unterstützen, bietet die berufundfamilie jetzt eine Neuauflage des 2011 zum ersten Mal erschienenen Stufenplans Beruf und Pflege an - und berücksichtigt dabei die aktuellen Entwicklungen in der pflegebewussten Personalpolitik. Auf systematische Weise unterstützt der Stufenplan Arbeitgeber, die noch am Anfang stehen und gibt auch solchen nützliche Impulse, die sich schon länger mit der pflegebewussten Personalpolitik beschäftigen und es geschafft haben, das Pflegethema in der Unternehmenskultur zu verankern.

Vorteile des Stufenplans
  • Der Stufenplan ist ein praktisches Servicetool
  • Er wurde von Experten unter Einbezug von Erfahrungen verschiedener Arbeitgeber entwickelt. 
  • Er enthält 100 mögliche Lösungen einer pflegebewusste Personalpolitik. 
  • Er erleichtert den Einstieg und gibt nützliche Impulse für „Profis“ einer pflegebewussten Personalpolitik.
  • Er unterstützt Arbeitgeber, Maßnahmen im Blick zu behalten und an der richtigen Stelle nachzujustieren.

Über drei Stufen von der Maßnahmenebene zur pflegebewussten Unternehmenskultur



Wichtig für das Gelingen: Das Thema Pflege sichtbar 
machen. (©berufundfamilie gGmbH)
Der neue Stufenplan enthält 100 Maßnahmen, die über drei Stufen in zehn Handlungsfeldern (1. Information und Kommunikation, 2. Pflegebewusste Führung / Kultur, 3. Arbeitszeit, 4. Arbeitsorganisation, 5. Arbeitsort, 6. Beratung für Pflegende, 7. Personalentwicklung, 8. Gesundheitsförderung / -management, 9. Finanzielle Unterstützung, 10. Services) geclustert sind.



1. Stufe: Impulse erhalten


Die erste Stufe gibt Impulse, die den Einstieg erleichtern, um eine pflegebewusste Personalpolitik aufzubauen. Außerdem wird die Frage berücksichtigt, wie die Kommunikation zur Pflege aktiv vorangetrieben werden kann. Arbeitgeber können für den Einstieg beispielsweise das Thema im Mitarbeitergespräch integrieren, bei der Urlaubsplanung pflegende Beschäftigte berücksichtigen oder Kooperationen mit Dienstleistern für Senioren-Services eingehen.

2. Stufe: Angebote und Prozesse weiterentwickeln

Ist der Einstieg in die pflegebewusste Personalpolitik geschafft, wird die zweite Stufe relevant. Diese gibt Arbeitgebern Tipps für Maßnahmen, mit denen die betrieblich gestützte Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ausgebaut werden kann. Jetzt ist es an der Zeit, beispielsweise Seminare für Pflegende und Kontakthalteprogramme für Beschäftigte in familiärer Auszeit anzubieten oder Ihr Engagement für eine Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in die Öffentlichkeitsarbeit einzubinden.

3. Stufe: Pflegebewusste Unternehmenskultur stärken

Die Maßnahmen die in der dritten Stufe zusammengefasst sind, zielen auf die Stärkung der pflegebewussten Unternehmenskultur ab. Um dies zu verwirklichen, ist es etwa wichtig die Unternehmensleitung und Führungskräfte einzubinden, indem sie als Botschafter und/ oder Vorbilder nach außen wie nach innen auftreten.

UNSERE TIPPS:
Prüfen Sie in regelmäßigen Abständen den Bedarf pflegebewusster Maßnahmen! Als Datengrundlage können zum Beispiel eine Altersstrukturanalyse, personalwirtschaftliche Kennzahlen (z. B. Krankenstand) sowie eine Bedarfsabfrage unter pflegenden Beschäftigten, z. B. in Führungsrunden oder über Mitarbeiterbefragungen, dienen.

Außerdem: Evaluieren Sie in regelmäßigen Abständen Ihre Angebote. Passen die Angebote in den Feldern Arbeitszeit, -ort, -organisation noch zu den Bedarfen der Mitarbeiter und entsprechen sie den Lebensentwürfen bzw. -stilen der Beschäftigten?


Der Stufenplan "Beruf und Pflege" steht als kostenloser Download unter folgendem Link zur Verfügung. http://berufundfamilie.de/arbeitgeberattraktivitaet/beruf-und-pflege