Donnerstag, 28. November 2019

Vereinbarkeit in Zahlen: Von Generationen, Eltern und Führungskräften…

Stichwörter zu aktuellen Studien aus der Arbeitswelt und dem Themenfeld Vereinbarkeit (©berufundfamilie Service GmbH)

Ist Führung out? Schließlich wollen nur 7 % der Beschäftigten in den kommenden fünf bis zehn Jahren eine Führungsfunktion haben. Mehr statistisches Material aus der Arbeitswelt in unserem heutigen Beitrag aus der Serie „Vereinbarkeit in Zahlen“.


Optimistische Generation Z


Fast zwei Drittel der Fach- und Führungskräfte (60 %) findet, dass die Generation Z optimistischer ist als die Generation Y. 54 % sind zudem der Meinung, dass für die Generation Z die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit besonders entscheidend ist.

67 % der Fach- und Führungskräfte beobachten, dass sich die Beschäftigten aus der Generation Y eher gestresst fühlen als die der Generation Z – die zudem motivierter seien, Karriere zu machen, wie 65 % glauben.

Korn Ferry, Generation Z im Vergleich zu älteren Generationen, Oktober 2019
https://www.presseportal.de/pm/20038/4410439



Über 3 Stunden täglich online


Wie in 2018 sind auch in 2019 90 % der deutschen Gesamtbevölkerung online. 50 Millionen Menschen in Deutschland sind täglich online – 3 Mio. mehr als in 2018. Die meist genutzten Apps sind dabei WhatsApp, gefolgt von Facebook, Instagram und Snapshat. 182 Minuten beträgt die tägliche Online-Nutzung eines Durchschnittserwachsener.

ARD/ZDF, Onlinestudie, Oktober 2019
http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/ardzdf-onlinestudie-2019/



Zufriedenere Eltern


Mütter und Väter (in Westdeutschland) sind heute zufriedener mit ihrem Leben als vor 20 oder 30 Jahren. Die zunehmende Freiheit, zwischen Elternschaft und Erwerbstätigkeit zu wählen und die Kinderbetreuung individuell zu gestalten, gelten als Hauptgründe.

Damit sei der sogenannte „maternal happiness gap“ verschwunden: In der Lebenszufriedenheit von Müttern und kinderlosen Frauen sind keine wesentlichen Unterschiede feststellbar. Auch Väter sind genauso zufrieden wie kinderlose Männer.

Mütter und Väter können heute freier entscheiden, wie sie ihre Elternschaft im Hinblick auf Eigen- und Fremdbetreuung gestalten wollen. Gleichzeitig sind die Rollen und Aufgaben zwischen Müttern und Vätern heute weniger ungleich verteilt. Beides zahlt auf die Lebenszufriedenheit der Eltern ein.

DIW, Closing the Happiness Gap – Zufriedenheit von Frauen und Männern, Oktober 2019
https://www.diw.de/de/diw_01.c.679878.de/modernes_rollenverstaendnis...ufriedenheit_der_eltern.html



Immer mehr ehrenamtlich aktiv


2017 waren 32 % der in Deutschland lebenden Personen (ab 17 Jahren) ehrenamtlich engagiert – das entspricht 22 Mio. Am höchsten ist die Engagiertenquote im mittleren Lebensalter (30 bis 59 Jahre). Bei den 60- bis 76-Jährigen liegt Quote derer, die ehrenamtlich aktiv sind, bei 33 %. Selbst unter den mindestens 77-Jährigen engagiert sich mit 23 % noch fast jede vierte Person ehrenamtlich. Aber auch die Jugend ist dem Ehrenamt zugewandt: In den vergangenen 30 Jahren hat die ehrenamtliche Tätigkeit bei den ab 17-Jährigen von 27 % auf 46 % gestiegen.

DIW, Ehrenamtliches Engagement, Oktober 2019
https://www.diw.de/de/diw_01.c.683617.de/ehrenamtliches_engagement_i...land_deutlich_gestiegen.html



Ist Führung out?


Nur 7 % der Beschäftigten in Deutschland möchten in den kommenden fünf bis zehn Jahren eine Führungsposition übernehmen. Als Grund wird vor allem gesehen, dass immer noch ein überholtes Bild einer Führungskraft vorherrscht, deren Aufgaben im Koordinieren und Entscheidungen treffen liegen, weniger in der inhaltlichen Arbeit.

Immerhin möchten knapp 40 % der Manager*innen auch künftig in einer Führungsrolle bleiben. Allerdings finden 82 % der Manager*innen ihren Job heute schwerer als früher; 64 % fühlen sich gestresst.

Boston Consulting Group, Management, September 2019
https://www.bcg.com/de-de/d/press/18september2019-life-and-death-of-management-229539



Kündigung wegen Vorgesetzten


Über 50 % der Fachkräfte in Deutschland haben nach eigener Aussage bereits belastende Verhaltensweisen von Vorgesetzten erlebt. 30 % haben wegen einer/ eines Vorgesetzten schon einmal gekündigt – bei Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten sind es sogar 36 %, während es bei Arbeitgebern mit über 500 Beschäftigten 25 % sind. . Gründe dafür waren Inkompetenz, schlechter Charakter der/ des Vorgesetzten, unfaire Behandlung sowie psychische und physische Übergriffe.

respondi, Führungskräfteverhalten, Oktober 2019
https://www.spiegel.de/karriere/fachkraefte-studie-knapp-jeder-dritte-hat-wegen-des-chefs-gekuendigt-a-1292975.html


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