Freitag, 16. Januar 2026

Wenn Vereinbarkeit einfach Normalität ist und weitergedacht wird – Zwei Auditorinnen berichten


Gelingende familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik ist Entwicklungstreiber für Organisationen
(Quelle: Andrea Piacquadio on pexels.com)

Gelebte Vereinbarkeit, die den Bedarfen der Beschäftigten und den Anforderungen der Organisationen gerecht wird – das möchten unsere Auditor:innen mit ihrer Arbeit im audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule ermöglichen. Das ist nicht etwa eine weit entfernte Vision, sondern ein realistisches und vielfach erreichtes Ziel. Belege dafür liefern unsere Beraterinnen Dr. Elisabeth Mantl und Katharina Stach mit einer Kurzschilderung ihrer besonders schönen Audit-Momente und -Erfahrungen. 


Dr. Elisabeth Mantl


Dr. Elisabeth Mantl (Quelle: privat)
Was mich immer wieder begeistert, sind die Momente während einer Re-Auditierung[1], wenn ich sehe, wie das Audit tatsächlich Veränderungen bewirken kann. Es ist immer wieder beeindruckend, wenn Mitarbeitende heute ganz selbstverständlich erzählen, wie sie ihren Arbeitsalltag und ihr Familienleben miteinander in Einklang bringen – ohne Pathos, ohne Rechtfertigung. Es ist einfach zur Normalität geworden.

Als Auditorin erlebe ich hautnah, wie Vereinbarkeit kein abstraktes Ziel mehr ist, sondern gelebte Praxis – getragen von Vertrauenflexiblen Arbeitsmodellen und einer modernen Führungskultur. Wenn Personalverantwortliche zudem berichten, dass das Audit auch nach vielen Jahren nach wie vor ein zentrales Steuerungsinstrument für notwendige Veränderungsprozesse ist, freue ich mich immer besonders. Arbeitgeberattraktivität, Resilienz und Zukunftsfähigkeit sind die Begriffe, die in diesen Gesprächen am häufigsten fallen. Einfach großartig!

Solche Erfahrungen zeigen mir immer wieder aufs Neue, dass Organisationen zukunftsfähig bleiben, wenn sie den Menschen in den Mittelpunkt stellen – besonders in Zeiten des Wandels. Und echte Resilienz entsteht oft genau dort, wo Raum für verschiedene Lebensrealitäten geschaffen wird.


Katharina Stach


Katharina Stach (Quelle: privat)
Im vergangenen Jahr sprach ich mit der Vorstandsvorsitzenden eines auditierten Unternehmens über die emotionalen und organisationalen Herausforderungen, wenn ein:e Angehörige:r auf Pflege angewiesen ist. Sie hatte auf eine besonders schöne Weise über die Schwierigkeiten aber auch über die schönen Momente berichtet, die sie mit einem Elternteil hatte. Das Gespräch hat mir noch einmal verdeutlicht, wie wichtig Vereinbarkeit auf allen (Verantwortungs-) Ebenen ist!

Die großartigste Entwicklung [, die ich im Rahmen des audit berufundfamilie wahrgenommen habe] ist für mich, dass viele Unternehmen heute ein besonderes Augenmerk auf ihr Generationenmanagement haben. Gemeinsam haben wir in unseren Audits die Zusammenarbeit aus verschiedenen Alters-Perspektiven reflektiert und dadurch viele spannende Ansätze gefunden, um gemischten Teams ein konstruktives Arbeitsumfeld je nach Lebensphase zu ermöglichen.

Mich bestärkt besonders meine eigene Historie darin, Auditierungen zu begleiten: Ich bin zweifache Mutter. Ich war glücklich, wenn ich in meinem Beruf beide Welten voll ausschöpfen konnte. Soll heißen, eine gute Zeit als Elternteil mit meinen Kindern zu haben, die nicht durch Hetze und schlechte Kompromisse geprägt war. Aber gleichzeitig immer Möglichkeiten der beruflichen Herausforderung und Weiterentwicklung hatte.


[1] Re-Autierungen erfolgen im audit berufundfamilie und im audit familiengerechte hochschule in der Regel im dreijährigen Turnus.


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