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| Engagiert im Job und im Ehrenamt – vor und nach dem Renteneintritt (Quelle: cottonbro studio on pexels.com) |
Im vergangenen Jahr in vier Teilen präsentiert, jetzt finalisiert: unsere Blogserie „Arbeit und Alter vereinbaren“, in der wir Tipps zur Gestaltung eines vereinbarkeitsfördernden Arbeitsumfelds für lebensältere Erwerbstätige geben. In dieser letzten Folge nennen wir Maßnahmen, mit denen Ruheständler*innen eingebunden und Beschäftigte mit Ehrenamt unterstützt werden können, um Wissen zu wahren und Kompetenzen auszubauen.
Arbeitgeber, die Rentner*innen auch nach deren Übergang in den Ruhestand einbinden, können sich deren wichtiges Know-how länger sichern. Das Erfahrungswissen ist oft eine wichtige Stütze für die ehemaligen Kolleg*innen und den Nachwuchs in den Organisationen. Im Rahmen eines intensiven Kontakthalteprogramms lassen sich Austauschmöglichkeiten etablieren, über die der Wissenstransfer weiterhin stattfinden kann.
Kontakt zu halten, kann dabei ganz einfach sein:
- Einladung von Ruheständler*innen zu Feiern und besonderen Anlässen
- Zugang zur Kantine für Ruherständler*innen
- Zusendung der Mitarbeitendenzeitung
- Zugang zum Intranet (inkl. Chat-Austausch-Möglichkeit)
Wer darüber hinaus Ruheständler*innen weiter beschäftigen möchte, sollte zunächst analysieren, in welchen Arbeitsbereichen derzeit und auch künftig Unterstützung durch Lebenserfahrene gerbraucht wird. Wichtig ist, die Einsatzmöglichkeiten klar bestimmen zu können – sowohl die Aufgaben an sich als auch der Arbeitsumfang.
Folgende Formen der funktionalen Einbindung bzw. Beschäftigung sind:
- Offizielle Weiterbeschäftigung nach Renteneintritt – ggf. in Teilzeit
- Beschäftigung als Senior Expert
- Aufbau eines Springer*innenpool, bestehend aus Ruherständler*innen
- Beruflicher Rollenwechsel
- Mentor*innen für den Wiedereinstieg
Insbesondere die Lebensälteren engagieren sich in Deutschland ehrenamtlich. Einen starken Anteil am Ehrenamt haben die über 70-Jährigen und die 50- bis 59-Jährigen. Aber auch bei den Jüngeren ist der bürgerschaftliche Einsatz ein Thema und wird praktiziert. Erwerbstätige, die von ihren Arbeitgebern in ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit Unterstützung erfahren, wertschätzen dies. Aus der Ausübung des Ehrenamts ergeben sich schließlich Vereinbarkeitsbedarfe. Ein spannender Aspekt der sich aus der Vereinbarkeit von Beruf und Ehrenamt ergeben kann, ist, dass in der freiwilligen Tätigkeit erworbenen Kenntnisse und Skills auf die Erwerbsarbeit übertragen werden, diese ggf. bereichern kann.
Ob und inwieweit ein Ehrenamt von Mitarbeitenden ausgeübt wird, lässt sich durch eine Abfrage unter der Belegschaft erheben. Allein dieser Schritt zeigt das Interesse des Arbeitgebers an der freiwilligen Arbeit der Beschäftigten. Organisationen, die darüber hinaus, Beschäftigte motivieren möchten, einem Ehrenamt nachzugehen, können damit beginnen, regionale Ehrenamtsstrukturen zu recherchieren und den Mitarbeitenden vorzustellen. Mit Corporate Volunteering können Arbeitgeber selbst gemeinnützig aktiv werden. Die Organisationen profitieren, indem sie Mitarbeitenden (oft) während der Arbeitszeit ermöglichen von erhöhtem Teambuilding, (wie oben schon genannt) der Weiterentwicklung von Kompetenzen und letztendlich auch der Pflege des Images als gesellschaftlich engagierter Arbeitgeber.
Maßnahmen, mit denen Arbeitgeber das bürgerschaftliche Engagement ihrer Mitarbeitenden unterstützen und/ oder sich als Organisation für die Gesellschaft einsetzen können:
- Freistellung fürs Ehrenamt
- Teilnahme an sozialen Gemeinschaftstagen oder betrieblich organisierten Ehrenamtsaktionen
- Kooperationen mit Ehrenamtsbörsen
- Förderung von Schüler*innen- und Schulpat*innenschaften älterer bzw. ehemaliger Beschäftigter
- Unterstützung von Nachbarschaftshilfe
- Aufbau/ Unterstützung von Generationennetzwerken
- Social Sponsoring
Ihre Organisation möchte das Thema „Arbeit und Alter“ stärker in ihre Personalpolitik integrieren? Wir bieten gerne Unterstützung – ob im Rahmen des audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule oder audit beruf&vielfalt/ audit hochschule&vielfalt oder Inhouse-Schulungen. Schreiben Sie uns unter: info@berufundfamilie.de.

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