Dienstag, 9. Juni 2020

Tolles Ergebnis: Vereinbarkeit bewährt sich für 98,5 % der Arbeitgeber als Mittel des Risikomanagements

Mit der Veränderung Schritt halten – mit Hilfe familien- und lebensphasenbewusster Personalpolitik (©pixabay.com)


Unter dem Dach berufundfamilie Scout führten wir vom 16.04. bis 07.05.2020 die Kurzumfrage „Stark in und nach der Krise – Corona und Vereinbarkeit“ durch. Denn schließlich interessiert uns: Wie bewährt sich eine strategisch verfolgte familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik in der Krise? Die zentralen Ergebnisse nennen wir hier im Blog.


Teilgenommen haben am berufundfamilie Scout 130 Arbeitgeber, die aktuell nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zertifiziert. Den Großteil davon machten Unternehmen (58,1 %), gefolgt von Institutionen (32,6 %) aus. 9,3 % der teilnehmenden Organisationen sind Hochschulen.

Nun aber zu den wesentlichen Fragestellungen und den Antworten:

Welche Maßnahmen hat Ihre Organisation ergriffen, um während der Coronapandemie arbeitsfähig zu bleiben und gleichzeitig Beschäftigten die Vereinbarkeit mit privaten Aufgaben zu ermöglichen?

Neun von zehn zertifizierten Arbeitgebern setzen während der Coronapandemie auf mobiles Arbeiten – ohne fest eingerichteten Arbeitsplatz –, um arbeitsfähig zu bleiben und gleichzeitig Beschäftigten die Vereinbarkeit mit privaten Aufgaben zu ermöglichen. 47,3 % weiteten die Rahmenarbeitszeiten aus. Die Möglichkeit für Home-Office – mit fest eingerichtetem Telearbeitsplatz – wählten 45,7 %. In der Ausweitung der Gleitzeit haben 41,1 % eine Lösung gefunden, während nur jeder vierte Arbeitgeber (23,3 %) Vertrauensarbeitszeit anbietet.

Wie wichtig war es, dabei auf ein bestehendes familien- und lebensphasenbewusstes Maßnahmenportfolio zurückgreifen bzw. darauf aufbauen zu können? (z.B. Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort, Unterstützung in der Kinderbetreuung oder bei Pflege von Angehörigen ...)

Für 93,1 % der Organisationen, die nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zertifiziert sind, war es wichtig, auf ein bestehendes familien- und lebensphasenbewusstes Maßnahmenportfolio zurückgreifen bzw. darauf aufbauen zu können – z.B. Flexibilisierung von Arbeitszeit und -ort, Unterstützung in der Kinderbetreuung oder bei Pflege von Angehörigen. Mehr als jeder zweite Arbeitgeber (54,3 %) findet diese Basis, die ihnen die strategische Vereinbarkeitspolitik bietet, sogar sehr wichtig. Lediglich 0,8 % sehen darin keine Relevanz für das Handling während der Coronapandemie.

Welche Aussagen zur Einführung oder Ausweitung von Maßnahmen in der Krise stimmen Sie zu?

Knapp sieben von zehn (68,2 %) der zertifizierten Arbeitgeber stimmen der Aussage zu, dass die Coronakrise dazu geführt hat, dass familien- und lebensphasenbewusste Maßnahmen, die bereits in der Diskussion oder Planung waren, schneller umgesetzt wurden. Bei mehr als der Hälfte (54,3 %) wurden Maßnahmen eingeführt, die vorher nicht geplant waren. Jede dritte Organisation (34,1 %) führte sogar Maßnahmen ein, die zuvor auf Ablehnung gestoßen waren – z.B. Home-Office. Nur bei 7,8 % der Arbeitgeber wurden die bislang vorhandenen Maßnahmen wie geplant umgesetzt – ohne dass die Coronakrise daran etwas geändert hätte.

Stimmen Sie der Aussage zu, dass sich die familien- und lebensphasenbewusste Ausrichtung als Mittel des Risikomanagements in der Coronakrise bewährt hat?


Für 98,5 % der zertifizierten Arbeitgeber hat sich ihre familien- und lebensphasenbewusste Ausrichtung als Mittel des Risikomanagements in der Coronakrise bewährt.

Inwieweit wird Ihre Organisation an Maßnahmen, die im Rahmen der Krise ausgeweitet bzw. eingeführt wurden, nach der Pandemie festhalten?

Sieben von zehn zertifizierten Arbeitgebern werden die Möglichkeiten zur Flexibilisierung der während der Coronapandemie ausgeweiteten bzw. eingeführten Maßnahmen weiter ausbauen. 17,4 % meinen, zu ihrem bisherigen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen-Portfolio zurückzukehren, während 15,7 % einen Großteil der Lösungen so wie sich in der Krise entwickelt haben, für die Zeit nach der Coronapandemie übernehmen möchte.


Informationen zu den Ergebnissen sind auch auf unserer Website hinterlegt.

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