Donnerstag, 5. März 2026

„Keine Gießkanne“ – Rückblick auf das das Vereinbarkeits-Frühstück bei den LVM Versicherungen in Münster

Gelingende betriebliche Vereinbarkeitspolitik braucht Systematik und Stringenz (Foto: LVM Versicherungen)

Jede Region hat ihre spezifischen personalpolitischen Herausforderungen. Und doch eint sie einiges mit anderen Gebieten. Wir blicken heute ins Münsterland und damit auf das zurückliegende Wake up! – Das Vereinbarkeits-Frühstück, mit dem unsere Auditorin Verena Lödding bei den LVM Versicherungen zu Gast war. In einem Quick-View berichten wir über relevante Beschäftigtenzahlen aus dem Münsterland und einige Vereinbarkeitslösungen der LVM, von denen die teilnehmenden Arbeitgebervertreter*innen lernen konnten.

Das Münsterland – im Norden des einwohnerstärksten Bundeslands Nordrhein-Westfalen gelegen – umfasst Münster, die Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf. Die Region floriert, zumindest was die Einwohnendenzahlen angeht. So gab es über die letzten Jahre ein fortlaufendes Bevölkerungswachstum. Dieser positive Trend zeigt sich allerdings nicht bei der Zahl der Erwerbstätigen. Ab 2030 wird sich das Erwerbspersonenpotenzial in der Region Münsterland voraussichtlich um mehr als 100.000 Personen verringert haben.[1] Der Hauptübeltäter ist wie andernorts auch der demografische Wandel.

Aktuelle Zahlen der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster legen offen, dass Münsteraner Arbeitgeber im Februar 2026 526 neue Stellenangebote meldeten. Es gebe damit mehr offene Stellen als im Vorjahreszeitraum.[2] Laut Konjunkturumfrage der IHK Nord Westfalen stufen 71% der Arbeitgeber das Fachkräftedefizit als „Gefahr für den eigenen Betrieb“.[3]

Was hilft? Angetrieben von dieser Leitfrage plante unsere Auditorin Verena Lödding eine Ausgabe unseres Präsenzveranstaltungsformats „Wake up! – Das Vereinbarkeits-Frühstück für HR-Expert*innen“. Um erprobte Antworten zu präsentieren, suchte sich die in Münster ansässige Vereinbarkeitsexpertin und -beraterin einen Partner: die LVM Versicherungen, die bereits seit 2008 im Rahmen des audit berufundfamilie systematisch familien- und lebensphasenbewusste Maßnahmen auf- und ausbaut. Begleitet von Auditor*innenkollegin Elena de Graat hat sich der Rundum-Versicherer bereits sein sechstes Zertifikat zum audit berufundfamilie gesichert. Die LVM Versicherungen überzeugen mit einem umfassenden Portfolio an vereinbarkeitsfördernden Angeboten, die aus Arbeitgebersicht auch folgende Effekte haben: Beschäftigte zu gewinnen und zu binden.

Austauschformat: authentisch und lehrreich


Die LVM Versicherungen machen in Sachen Vereinbarkeit aber keinen „Closed Job“. Sie sind gerne bereit, andere Arbeitgeber an ihrer familien- und lebensphasenbewussten Entwicklung und den guten Erfahrungen mit verschiedenen Maßnahmen teilhaben zu lassen. Genau deshalb zögerte Isabelle Löchte, Abteilung Personal/ Bereich Gesundheit und Soziales, auch nicht, als es um die Frage ging, ob die LVM Versicherungen Gastgeber für das Wake up! werden. Prompt wurden in einem offenen Aufruf Personalverantwortliche anderer Arbeitgeber aus der Region zu dem zweistündigen Vereinbarkeits-Frühstück, das am 26. Februar 2026 stattfand, eingeladen.

Der Titel des Wake ups! lautete „Von Elternzeit bis Pflege: Wie Arbeitgeber mit nachhaltiger Unternehmenskultur Fachkräfte gewinnen und binden“. Rund 20 Gäste nutzen die Gelegenheit, den Impuls von Verena Lödding und den Praxiseinblick der LVM Versicherungen aufzusaugen.

Verena Lödding sagt begeistert „Es war ein offener, ehrlicher und zugleich lösungsorientierter Austausch unter Expert*innen.“ Und genau darum geht es: Challenges einer vereinbarkeitsfördernden Personalpolitik klar zu benennen, aber auch Wege aufzuzeigen, wie diese gemeistert werden können. Die Themenpalette ist dabei – wie der Veranstaltungstitel zeigt – breit: von Fragen der Kinderbetreuung, über die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege, bis hin zur Flexibilisierung des Übergangs von der Erwerbstätigkeit in den Ruhestand. Das heißt: Arbeitgeber, die sich für die Work-Life-Balance ihrer Mitarbeitenden engagieren, sind angehalten, sich mit den Anforderungen auseinanderzusetzen, die sich aus den unterschiedlichen Lebensphasen ergeben. Der Begriff Mitarbeitende reicht dabei von Auszubildenen bis zu den Führungskräften, denn wir sprechen von einem Personal-, Fach- und Führungskräftemangel.

Drei Führungskräfte, unterschiedliche Arbeitsmodelle


Die LVM Versicherungen machten auf dem Wake up! deutlich, dass es einen Rahmen an Vereinbarkeitsangeboten braucht, der individuell ausgestaltbar ist. Als konkretes Beispiel stellte Gelareh Ebadi unterschiedliche Führungsmodelle vor. Stefanie Berghaus beschrieb ihre Laufbahn, die aktuell als Teamleitung in vollzeitnaher Teilzeit gekennzeichnet ist. Und Anna-Katrin Stepelfeldt und Malte Gumprecht erzählten, wie sie als stellvertretende Teamleitungen – in Teilzeit bzw. in Vollzeit – Verantwortung übernehmen. Verena Lödding bringt auf den Punkt, was die drei Führungskräfte, die unterschiedliche Arbeitszeitmodelle leben, neben ihrer Elternschaft verbindet: „Regelmäßige Mitarbeitendengespräche. Vertrauen. Und die Bereitschaft, immer wieder neue Lösungen zu finden.“

Zur Frage, was eine gelingende familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik noch braucht, fasst Verena die Aufgabenstellungen, über die Teilnehmenden des Wake up! sich einig waren, wie folgt zusammen: „Keine Gießkanne, sondern gezielt dort ansetzen, wo das Unternehmen gerade steht. Und – unabhängig von Branche – tauchten sehr ähnliche Herausforderungen auf: Wie schaffen wir faire Bedingungen für Verwaltungs- und Produktionsarbeitsplätze? Wie gestalten wir Wissenstransfer, wenn Mitarbeitende in Rente gehen? Wie denken wir Elternschaft und Karriere neu? Welche Führungsmodelle sind zukunftsfähig? Wie unterstützen wir Mitarbeitende mit Pflegeverantwortung“

Die LVM Versicherungen haben darauf bereits viele Antworten. Ein Blick in das Kurzporträt zur aktuellen Zertifizierung nach dem audit berufundfamilie verrät einen Teil davon. Hier geht es zum Kurzporträt.

Das nächste Wake up! in Münster ist geplant


Für alle Personalverantwortlichen im Münsterland, die beim Wake up! im Februar nicht dabei sein konnten, haben wir gute Nachrichten: Verena plant bereits die nächste Ausgabe des Vereinbarkeits-Frühstücks. Das wird bei der sanotact GmbH stattfinden. Das ebenfalls in Münster ansässige Unternehmen ließ sich vor zwei Jahren erstmals nach dem audit berufundfamilie zertifizieren. Informationen zu dem kommenden Wake up! in Münster folgen.

Ihr Unternehmen hat ebenfalls Interesse daran, Gastgeber für ein Wake up! zu sein? Schreiben Sie uns gerne an unter service@berufundfamilie.de. Wir stellen Ihnen dann eine*n unserer Auditor*innen zu Seite und los geht's.


[1] https://www.muensterland.com/wirtschaft/wirtschaftsstandort-muensterland/daten-fakten-zahlen/
[2] Vgl. https://www.wn.de/muenster/arbeitsmarkt-arbeitslosigkeit-fachkraeftemangel-muenster-3502103?pid=true&ueg=default
[3]
https://www.ihk.de/nordwestfalen/ueber-uns/positionspapiere/impulse-fuer-neues-wachstum/dem-fachkraeftemangel-begegnen-6097388


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